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Zusatzeinkommen mit Multi-Level-Marketing

Posted on | Juli 18, 2012 | 7 Comments

Ich kenne viele Gründer und Selbstständige, die neben ihrem angestammten Geschäft eine zusätzliche Einkommensquelle suchen. Ob Inhaber eines Fitness-Studios, Schneiderin mit eigener Werkstatt, Immobilienmakler oder Klavierlehrerin – beinahe alle haben manchmal mehr Zeit als Kunden oder träumen (mindestens gelegentlich) von mehr Euros auf dem Konto. Wie kann das gehen?

Bildquelle:Gerd Altmann/pixelio.de

Ein Weg, die verfügbare eigene Zeit in zusätzliches Einkommen zu verwandeln, ist Multi-Level-Marketing (MLM) oder auch Network Marketing, Strukturvertrieb bzw. Empfehlungsmarketing.

Was ist Multi-Level-Marketing

Beim Multi-Level-Marketing geht es darum, Vertrauenspersonen – Familie, Freunde, Bekannte, Geschäftspartner – Waren oder Dienstleistungen zu empfehlen bzw. zu verkaufen.

Das zentrale Vertriebsinstrument beim Multi-Level-Marketing ist die persönliche Produkt- bzw. Leistungsempfehlung, welcher eine viel größere Glaubwürdigkeit besitzt als anonyme Werbung im Fernsehen, in Zeitschriften, auf Plakaten oder im Internet. Beim Network-Marketing bzw. Multi-Level-Marketing setzt ein Unternehmen also auf  selbständige Vertriebspartner als Zwischenhändler. Oft werden begeisterte Kunden im Kreise von Freunde und Bekannten selbst zu Produktberatern, Empfehlungsgebern oder Wiederverkäufern. Daher rühren auch die Bezeichnungen „Multi-Level“ oder „Network“. Und genau hier liegt für viele bereits der erste „Knackpunkt“: Während Amerikaner einander offenbar gern tolle Produkte weiterempfehlen, tun sich Menschen hierzulande regelmäßig recht schwer damit – ganz so, als wäre es verwerflich und bedrohlich, andere auf ein wohlriechendes Shampoo oder auf eine selbstgetestete Diät aufmerksam zu machen. Wir sind schon ein „lustiges Völkchen“…

Unternehmen, die ihren Vertrieb via Multi-Level-Marketing organisieren, sparen oft erhebliche Werbe-, Markterschließungs- und Distributionskosten, wodurch die Produkte häufig sehr viel kostengünstiger angeboten und den Beratern attraktive Vertriebsprovisionen ausgezahlt werden können.


Rechenbeispiel

Ganz grundsätzlich gilt: Das, was andernorts in Werbung investiert wird, wird beim MLM in Form von Vertriebsprovisionen an Vermittler bzw. Wiederverkäufer gezahlt. Dabei handelt es sich um die – seriöse – Frage, was mit der Differenz zwischen Herstellkosten und Verkaufpreis passieren soll… Hier nun also mal ein Rechenbeispiel in Farbe:

Ein Programmierer möchte eine Software für 50 EUR 10.000 mal verkaufen. Statt sich selbst auf die Suche von 10.000 Kunden zu machen, gewinnt er 10 Vertriebspartner und bietet jedem 1.000 Lizenzen zum Kauf und Weiterverkauf an. Bei einer Abnahme von 1.000 Exemplaren gibt er ihnen jeweils 60 % Nachlass. Auch diese Vertriebspartner suchen sich jeweils wieder 10 Untervertriebspartner, denen sie 40 % Nachlass gewähren. Bei zwei weiteren Stufen nach diesem Prinzip mit 30 % und 20 % Nachlass genügt es, wenn jeder Endverkäufer lediglich 1 (in Worten: eine) Lizenz  zum Preis von 50 EUR verkauft. Aus dem Verkaufserlös von 50 EUR bleiben ihm nach Anwendung der angegebenen Rabattstaffel im Produkteinkauf 5 EUR als Erlös.

Der Programmierer hat nun auf diesem Weg seine Software 10.000 mal verkauft und dabei 20.000 EUR verdient (40 % von 500.000 EUR Gesamtumsatz). Jeder der 10 Hauptvertriebspartner gewinnt immerhin noch 10.000 EUR (2 % von 500.00 EUR Gesamtumsatz). Das sieht selbstverständlich lukrativ aus. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass die Schwierigkeit gerade darin besteht, eine ausreichende Zahl von Zwischenverkäufern und Endkäufern zu finden.


GELD VERDIENEN MIT MULTI-LEVEL-MARKETING

In einem seriösen Multi-Level-Marketing-Unternehmen bestehen sehr gute Chancen, sich eine nebenberufliche Selbständigkeit aufzubauen. Die Investitionskosten sind meist gering, da keine oder lediglich überschaubare Produktlagerhaltung erforderlich ist. Du brauchst – vor allem am Anfang – Zeit: für die Ansprache potenzieller Kunden, für die Produktberatung, für den Aufbau weiterer Berater bzw. Partner.  Die  Kosten sind vergleichsweise niedrig und fallen hauptsächlich für Telefon, Computer  und  Internet an, für’s Fahren bzw. Reisen sowie für die Anschaffung von Produktmustern und -proben.

Der enorme Vorteil des Multi-Level-Marketings besteht darin, dass du nach einer Weile des Produkte-Verkaufens mit hoher Wahrscheinlichkeit Provisionen aus deinem wachsenden Vertriebsnetzwerk erhalten wirst. Diese Vergütung ist meist sehr attraktiv, nicht nur weil sie „passiv“ gezahlt wird, sondern vor allem weil sie mit deiner Struktur mitwächst. Gelingt es dir, eine aktive, kontinuierlich wachsende Struktur aufzubauen, so kann dein anfänglich kleines Zusatzeinkommen im Laufe der Zeit auf ein ansehnliches Niveau steigen.

Die Strategie des Empfehlungsmarketings funktioniert natürlich nur dann sehr gut, wenn der Empfehlungsgeber die Produkte gut kennt, selbst nutzt und vor allem von der Produktqualität und dem Preis-Leistungs-Verhältnis auch wirklich überzeugt ist. Um Erfolg mit MLM zu haben, brauchst du also einen Anbieter, dessen Produktportfolio mit deinen eigenen Interesse zusammenpasst. Wer kommt da in Frage? In Deutschland tätige Strukturvertrieb sind, z.B. :


Fazit

Wer nebenbei und langfristig passiv Geld verdienen möchte, für den ist Multi-Level-Marketing eine echte Empfehlung. Im Laufe der Zeit wird sich – je nach Engagement und gewähltem MLM-Partnerunternehmen – zeigen, ob es bei einem kleinen Zusatzeinkommen bleibt oder ob du mit Leidenschaft eine Goldgrube aushebst. Wenn du dir mal einen ganz persönlichen Eindruck holen willst und mit einem „echten Menschen“ über realistische MLM-Erfolgsaussichten und -strategien sprechen möchtest, kannst du gern die erste Frau anrufen, die Platin-Orgaleiterin bei LR Health & Beauty Systems geworden ist: Christin Dehnhardt in Leipzig… (Sag einen schönen Gruß von mir!)

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Comments

7 Responses to “Zusatzeinkommen mit Multi-Level-Marketing”

  1. Oliver
    Juli 19th, 2012 @ 12:54 PM

    Mich würde mal interessieren, ob es denn eine Statistik gibt wie viele Vertriebler von der unteren Ebene aufsteigen.

    Leider gibt es neben den großen Firmen ja auch eine Vielzahl weiterer Anbieter aus der Pharma-, Versicherungs-, Invest-, Reinigungsmittel-, Seminarbranche die da vielleicht auch nicht ganz so sauber arbeiten.

    Letztendlich hat man hier als Aussenstehender das Gefühl, dass wirklich nur die Arbeitskraft der unteren Ebene genutzt wird und meist auch gar keine reele Chanche auf einen Aufstieg besteht.

  2. ks
    Juli 19th, 2012 @ 3:07 PM

    @Oliver: Dein Wunsch nach statistischen Daten ist verständlich. Klar ist ja mal, dass MLM-Systeme nur die wirklich belohnen, die ein breites UND tiefreichendes Netzwerk aufbauen und pflegen. Das braucht, wie bei jeder anderen Karriere auch, viel Zeit und Engagement. Dazu kommt, dass man einerseits ein versierter Verkäufer und andererseits eine gute Führungskraft sein muss. In der Regel ist die Anfangszeit die schwerste, d.h. die mit dem ungünstigsten Verhältnis von Aufwand zu Nutzen bzw. investierter Zeit zu verdientem Geld… Darum steigen viele anfangs hoch motivierte Vertriebler auch wieder aus ohne nennenswert Geld verdient zu haben. Insofern geben ich dir in punkto “Arbeitskraft auf der unteren Ebene wird genutzt” recht. Aber, ob das System grundsätzlich Aufstieg zulässt, hängt von dessen Struktur ab (ist es fair?) UND auch vom Fleiß und der Ausdauer des Vertrieblers…

    Und letztens: Persönlich glaube ich, dass MLM eine gute Option für die Generierung eines ZUSATZ-Einkommens ist. Nur auf diese eine Karte zu setzen und die ganze Existenz auf MLM zu gründen dürfte für die allermeisten Menschen mit einer Enttäuschung enden.

  3. Martin
    Juli 20th, 2012 @ 12:17 PM

    Hallo,
    ein sehr guter Artikel.
    Die Ausführungen sind auch umfassend gehalten. Leider fehlt mir trotzdem der Hinweis, welche Voraussetzungen erforderlich sind um im Network Marketing erfolgreich zu sein und wie komme ich an Menschen, die Partner werden möchten.

    Martin

  4. Philipp
    Juli 22nd, 2012 @ 12:07 PM

    Hallo Christin!

    Wow, den Artikel werde ich gleich auf Facebook teilen. Er bringt es einmal auf den Punkt, warum Network Marketing sinnvoll ist und dass es kein Hexenwerk ist.

    Zudem bietet das Internet heutzutage so viele Möglichkeiten auch Menschen, potenzielle Kunden und Partner aus aller Welt anzusprechen. Man muss nicht gleich das engeste Umfeld ansprechen.

    Ich persönlich habe in meinen Anfängen auch mit dem Umfeld begonnen, aber gemerkt das funktioniert nicht so gut wie erwartet. Eben weil die Skepsis Unbekanntem gegenüber so hoch ist. Deshalb rate ich meinen Partner zuerst andere Wege zu suchen und im “kälteren” Markt Partner aufzubauen (es gibt ja viele Möglichkeiten). Wenn man dann seine ersten Provisionen kassiert, werden Familie/ Freunde von selbst kommen und wissen wollen wie das funktioniert.

    Wichtig ist immer authentisch bleiben und NICHT verkaufen wollen. Denn wir verkaufen nichts, wir empfehlen nur und bieten anderen Menschen Chancen auf ein besseres Leben. dafür muss man sich nicht schähmen, im Gegenteil das ist sogar sehr sozial!

  5. ks
    Juli 23rd, 2012 @ 10:20 AM

    @Martin: Genau diesen Fragen werde ich demnächst hier im Blog einen Extra-Artikel widmen!

  6. ks
    Juli 23rd, 2012 @ 10:23 AM

    @Philipp: Danke für deinen Beitrag! Ich werde Christin einen schönen Gruß sagen – aber ich heiße Kathrin… ;-) Was du zum Thema Skepsis bzw. Kontaktanbahnung im engeren Umfeld schreibst, dürfte für viele ein Dreh- und Angelpunkt sein, wenn sie in einem neuen MLM-System starten.

  7. David
    Juli 23rd, 2012 @ 1:56 PM

    Sehr interessanter Beitrag und auch Kommentare. @Oliver, es kommt immer darauf an, wie gut man selbst ist. Natürlich gibt es Menschen, die oben sitzen und die unten arbeiten lassen, langfristig funktioniert das aber nicht.
    @Martin, um einen wirklichen Durchbruch zu haben, musst du schon ein Meinungsmacher in deinem Umfeld sein.

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